Drop-Out Cinema – Phase 2

24. Juni 2015

Kinoverleih genossenschaftlich: Seit nunmehr etwas mehr als zwei Jahren ist Drop-Out Cinema als Filmverleih aktiv. Dabei waren wir für allerlei Verleih-Experimente offen: Manches hat erstaunlich gut funktioniert, bei vielen Aufgaben sind wir aber auch an Grenzen gestossen.

Nun im dritten Jahr läuten wir „Phase 2“ ein und ändern einiges, setzen alte und neue Schwerpunkte:

Mit unserem Label Cinema Obscure werden wir weiterhin den Fokus auf Horror, Phantastik, Fantasy und cineastische Obskuritäten setzen, dabei in Zukunft noch stärker jenen Filmen Aufmerksamkeit widmen, die entweder das Zeug zu einem Klassiker haben oder bereits Klassiker-Status innehaben.

Im Rahmen unseres Labels Cinema Extravaganza widmen wir uns in Zukunft ausgewählten Werken der Filmkunst,  die keinen regulären Kinostart erhalten hätten.

Unser No- und Low-Budget / Independent-Label Indie-Spirit unterwerfen wir einer grundlegenden Umstrukturierung, die stärker als unterstützende Infrastruktur für Filme im Selbstverleih funktionieren wird, anstatt (wie bisher) einige wenige ausgewählte Indie-Filme direkt in den Verleih zu nehmen.

Als „Filmverleih für Filmkultur“ (epd Film) fühlt sich Drop-Out Cinema vorrangig der Entwicklung und Unterstützung der Kinokultur verpflichtet (auch wenn wir uns nebenrangig auch VOD zuwenden werden). Dazu versuchen wir insbesondere engagierte Kinomacher und Filmkuratoren als Genossen zu gewinnen, um gemeinsam das Kino als kulturelle Praxis weiterzudenken und (nicht nur als Filmverleih) ganz praktisch weiterzuentwickeln. Wie kann das „Kulturkino“ als Nachfolgeprojekt eines in die Krise geratenen „kommunalen Kinos“ (Hilmar Hoffmann) aussehen? Als Zukunftswerkstatt für ein neues kulturelles Kino wird Drop-Out Cinema in Zukunft stärker in Erscheinung treten, und zwar genossenschaftlich.